
Vier Zukunftsthemen und ein ProjektBei der Zukunftsdebatte des Forums Lebendiges Linthgebiet (FLL) in Weesen befassten sich die Teilnehmer mit der Frage: Was sind die Schwerpunktthemen bis 2017? Sieben Vorschläge wurden diskutiert, auf vier Themen legten sie sich fest - und eines wurde zum Projekt erklärt. Im Mai 2012 geht die Veranstaltungsreihe in die nächste Runde.
Um was es in der Speerhalle ging, erläuterte Franco De Zanet, Präsident des FLL, in der Begrüssung. Zentrale Aufgabe der Organisation sei das Engagement für die nächste Generation. „Was künftig Realität werden soll, muss heute bestellt werden.“ Diese Aufgabe erfordere, dass die Teilnehmer der Zukunftsdebatte vorausschauend wirken und mutige Entscheidungen treffen. Das bedeute in der Region Linthgebiet: kantonsübergreifendes, vernetztes und gemeinsames Denken.
Vier Themen festgelegt Die Vorgabe der Kerngruppe Forum an die 30 Teilnehmer, sie hatte die Veranstaltung organisiert, war klar. Sie sollten die Themen der weiteren Zukunftsdebatten festlegen und damit Impulse für die Region auslösen – denn daraus könnten Projekte resultieren. Diese vier Themen stehen nun fest: Entwicklung des Lebensraumes unter Berücksichtigung der vielfältigen Interessen, Einleitung der Energiewende, bessere kantonsübergreifende Wahrnehmung der Veranstaltungen im Linthgebiet und Aufarbeitung sowie Präsentation der Linthgeschichte. Keine Priorität erhielten Spitex, Langsamverkehr und Vermarktung bestehender Veranstaltungen.
Grenzüberschreitendes Begegnungselement Ein Thema wurde zum konkreten Projekt erklärt. Der Linthweg verbindet die Kantone St. Gallen, Glarus, Schwyz und diese Verbindung soll künftig stärker betont werden – mittels Veranstaltungen und Informationsmaterial. Damit wird der Linthweg als grenzüberschreitendes Begegnungselement betont. Dieser Entscheid der Teilnehmer aus den Bereichen Kultur, Freizeit, Landwirtschaft, Politik stimmt mit dem obersten Zielen des FLL überein, welches die gemeinsame Identifikation der ganzen Linthregion stärken und die Marke „Linth“ fördern will.
Zwei positive Beispiele Wie eine solche Zusammenarbeit in der Praxis aussehen könnte, erläuterten zwei Gastreferenten. Josef Mathis, Bürgermeister der kleinen österreichischen Gemeinde Zwischenwasser (bei Feldkirch), machte in der Praxis gute Erfahrungen mit aktiver Bürgerbeteiligung, vor allem im heiklen Bereich Baukultur. Heiner Schlegel, Projektkoordinator des FLL, zeigte am Beispiel von sechs Gemeinden im Dreiländereck Vorarlberg-Liechtenstein-Kanton St. Gallen auf, wie mit dem „Dreiländerweg“ und einem Veranstaltungsprogramm grenzüberschreitende Veranstaltungen gefördert werden können.
Fortsetzung im Mai Die nächste Zukunftsdebatte findet im Mai 2012 statt. Das genaue Datum steht noch nicht fest, aber die Teilnehmer der Auftaktveranstaltung in Weesen betonten ihr Interesse wieder dabei zu sein, wenn die Zukunft des Linthgebietes gestaltet wird. |